ArtJunk
No. 15—2026

 

 

This Week

Christoph Blawert – kuratiert von Julika Bosch

Info: Anlässlich der Art Düsseldorf eröffnet im Ausstellungsraum VAW – Vitrine am Wasserturm auf dem Areal Böhler eine neue Ausstellung mit dem Künstler Christoph Blawert (*1981 Offenburg). Kuratorisch verantwortet wird die Schau von Julika Bosch. Die Präsentation ist Ergebnis eines Open Calls, den die Art Düsseldorf an eingeladene Galerien richtete. Aus den eingereichten Bewerbungen ging die Produzentengalerie Hamburg als Gewinnerin hervor. In enger Zusammenarbeit mit Kuratorin Julika Bosch wird Blawert eine ortsspezifische Arbeit für die Vitrine entwickeln, die den besonderen Charakter des Ausstellungsorts aufgreift. Christoph Blawert ist bekannt für seine raumgreifenden Installationen, die gezielt mit ihrem architektonischen und institutionellen Kontext in Dialog treten. Zu seinen vielbeachteten Arbeiten zählen die radikale Neugestaltung der Eingangshalle der Kunsthalle Recklinghausen mit Tick Tacks Fancy Museumshop sowie die Installation In Heaven Everything is Fine im Tick Tack Antwerpen – eine Gesamtinstallation, die von einer Hunkemöller-Lingerie-Box inspiriert wurde. Die Ausstellung ist zugleich Ausdruck einer wachsenden Verbindung zwischen der Art Düsseldorf und dem Areal Böhler – zwei Orte, die gemeinsam zeitgenössischer Kunst in Düsseldorf Raum und Resonanz geben. (…) Parallel eröffnet die Art Düsseldorf und ab 16:30 Uhr die Gruppenausstellung BORDERLAND RESIDENCIES: Tender Territories mit anschließendem Dinner, Party und DJ-Set von UNRST (Marie Gavois).

Ich sage die Zeige im Zeichen der Sage

Storage Museum

Akiko Hada, Alisa Kulesh, Jonas Hohnke, Linda Skellington, Lucie Gorzolka, Manuel Dück, Michael M.C. Driesch, Miriam Schenkirz, Paula Rinderle, Seo Hye Lee, VALIE EXPORT – kuratiert von Judith Greitemann, Linnea Semmerling, Roman Poryadin, Sabrina Podemski, Stella Osen

Info: Die Ausstellung Ich sage die Zeige im Zeichen der Sage zeigt Arbeiten aus der Sammlung des IMAI und des Storage Museums, die sich mit Macht und Ohnmacht, Passen und Nicht-Passen, Normierung und Abweichung sowie Hierarchien und Techniken der Kommunikation befassen. Im Zusammenspiel bezeugen sie die Fragilität des Passens, den stets prekären Zustand der Übereinstimmung zwischen Körper und Umgebung, der nur durch spezifische, veränderliche Bedingungen aufrechterhalten wird. Die Ausstellung findet im Rahmen des Projekts Circulating Copies statt, das Ein- und Ausschlussmechanismen audiovisueller Infrastrukturen im Düsseldorfer Stadtraum untersucht. Dabei trat die räumliche Verbindung des Gehörlosenverbands und des Storage Museums im Salzmannbau zutage. Gemeinsam befragt das kuratorische Team, diese räumlichen Ordnungen und ihre künstlerischen, sinnespolitischen und kommunikatorischen Konsequenzen.

Storage Museum Akiko Hada ArtJunk

Adam Pendleton – kuratiert von Dr. Nadim Samman

Info: Die Langen Foundation präsentiert eine Einzelausstellung des renommierten US-amerikanischen Künstlers Adam Pendleton unter dem Titel Can I Be?. Als zentrale Figur der zeitgenössischen amerikanischen Kunst ist Pendleton weithin bekannt für seine Gemälde, die die Grenzen der Abstraktion neu definiert haben. Indem er traditionell getrennte Ideen und Prozesse bewusst miteinander in Beziehung setzt, eröffnet sein Werk neue Räume des Sehens und Denkens. Im Jahr 2008 definierte Pendleton seine Arbeitsweise als Black Dada, eine kritische Auseinandersetzung, mit der er das Verhältnis von Blackness, Abstraktion und der historischen Avantgarde untersucht. Diese ortsspezifische Ausstellung bringt Gemälde, Zeichnungen, Skulpturen und Videoarbeiten in einen Dialog mit der einzigartigen Architektur von Tadao Ando. Im Wechselspiel von Medien und Räumen entfaltet die Ausstellung eine Reflexion über die anhaltende Kraft der Abstraktion angesichts der Komplexität des 21. Jahrhunderts. (…) Zur Eröffnung sprechen Karla Zerressen (Direktorin, Langen Foundation), Dr. Thomas A. Lange (Vorstandsvorsitzender, National-Bank AG), Dr. Nadim Samman (Kurator, Langen Foundation) / im Garten gibt es Pizza, Eis und Getränke.

Langen Foundation Adam Pendleton ArtJunk
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Upcoming

Anish Kapoor

Lehmbruck Museum

Anish Kapoor (Wilhelm-Lehmbruck-Preisträger der Stadt Duisburg und des Landschaftsverbandes Rheinland)

Info: Anish Kapoor (*1954, Mumbai) zählt zu den visionärsten Künstlern unserer Zeit. Mit dem Wilhelm-Lehmbruck-Preis der Stadt Duisburg und des Landschaftsverbandes Rheinland wird nun sein wegweisendes Lebenswerk gewürdigt, das die Entwicklung der Kunst bis heute prägt. Aus diesem Anlass präsentiert das Lehmbruck Museum die umfangreichste Ausstellung von Kapoors Werken in Deutschland seit über einem Jahrzehnt. Sie zeigt den Künstler und sein Werk in all seinen Facetten: von frühen Pigmentarbeiten über faszinierende Spiegelskulpturen bis hin zu monumentalen Installationen, die Körper, Raum und Bewusstsein miteinander verbinden. (…) Zur Eröffnung sprechen Sören Link (Oberbürgermeister, Stadt Duisburg), Ina Brandes (Videobotschaft der Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen), Anne Henk-Hollstein (Vorsitzende, Landschaftsversammlung Rheinland), Dr. Joachim Bonn (Vorsitzender, Vorstand der Sparkasse Duisburg), Dr. Söke Dinkla (Direktorin, Lehmbruck Museum) und Ralph Rugoff (Direktor, Hayward Gallery, London) / Preisverleihung an Sir Anish Kapoor / Es spielt ein Ensemble der Duisburger Philharmoniker / Anmeldung erforderlich bis zum 12. April →

Lehmbruck Museum Anish Kapoor ArtJunk

Kunstpreis der Kunststiftung NRW – Nam June Paik Award 2026: Michael Beutler

Kunstmuseum Gelsenkirchen

Michael Beutler

Info: In Zusammenarbeit mit dem Kunstmuseum Gelsenkirchen wird der Kunstpreis der Kunststiftung NRW – Nam June Paik Award im Jahr 2026 an Michael Beutler (*1976, lebt und arbeitet in Berlin und Aachen) verliehen. Ausgezeichnet wird Michael Beutler für eine raumgreifende Installation, die die bürgerliche Villa aus dem späten 19. Jahrhundert in eine künstlerisch-handwerkliche Produktionsstätte verwandelt – eine mehrstöckige Werkstatt, in der Altpapier zu skulpturalen Objekten verarbeitet wird. Michael Beutler studierte an der Städelschule in Frankfurt am Main bei Thomas Bayrle sowie an der Glasgow School of Art. Er ist bekannt für seine monumentalen Installationen aus einfachen, recycelbaren Materialien, die er mit selbstgebauten Werkzeugen bearbeitet. In seiner Arbeit spielt das Konzept der Werkstatt eine zentrale Rolle: Jede dieser Arbeiten entsteht in einer neu eingerichteten Produktionsumgebung, die selbst Teil der künstlerischen Praxis wird. (…) 12 Uhr: Preisverleihung an den Preisträger Michael Beutler und die Förderpreisträgerin Lisa Klosterkötter mit anschließender Ausstellungseröffnung / Es sprechen Andrea Henze (Oberbürgermeisterin, Stadt Gelsenkirchen), Ina Brandes MdL (Ministerin für Kultur und Wissenschaft, Land Nordrhein-Westfalen), Thomas Sternberg (Präsident, Kunststiftung NRW), Zoë Gray (Director of Exhibitions, Bozar Centre for Fine Arts, Brüssel).

Kunstmuseum Gelsenkirchen Michael Beutler ArtJunk

Verschwebungen

Galerie Haus Schlangeneck

Irene Weingartner

Info: Mit Verschwebungen zeigen wir die dritte Einzelausstellung von Irene Weingartner und führen die kontinuierliche Auseinandersetzung mit ihrem vielschichtigen Werk fort. Weingartner versteht Zeichnung als sensible Form der Welt- und Selbstvermessung. In einer stillen, hochkonzentrierten Praxis wird der eigene Körper zum Resonanzraum, der innere wie äußere Impulse unmittelbar in Linie übersetzt. Aus ihren über Jahre entwickelten seismographischen Aufzeichnungen entstehen fein vernetzte Liniengefüge, die sich verdichten, überlagern und zunehmend in den Raum ausgreifen. Die Ausstellung vereint neue Arbeiten aus verschiedenen Werkserien, die aus diesen Aufzeichnungen hervorgehen und sich gegenseitig bedingen. Ein zentrales Werk ist das wandgreifende Cut-out Modell – 3 Ansichten in Perspektive, das zwischen Zwei- und Dreidimensionalität changiert und je nach Lichteinfall in stetiger Veränderung erscheint. Ergänzt wird die Präsentation durch Spaces – Aquarelle, die Räume verschachteln und kippen – sowie durch kleinere Zeichnungen, die Konstellationen, Felder und Rotationen sichtbar machen. Viele Arbeiten sind schwebend montiert und reagieren sensibel auf Licht und Standpunkt. So entstehen fragile Ordnungen in Bewegung: Verschwebungen.

Galerie Haus Schlangeneck Irene Weingartner ArtJunk
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