
DER PREIS IST HEISS! Am Sonntag, den 26. April, wird im Kunstmuseum Gelsenkirchen der Kunstpreis der Kunststiftung NRW – Nam June Paik Award 2026 an den deutschen Bildhauer und Installationskünstler Michael Beutler (*1976) verliehen. Der mit 25.000 € dotierte Preis zählt zu den wichtigsten Auszeichnungen für zeitgenössische Kunst in Nordrhein-Westfalen und würdigt in diesem Jahr eine raumgreifende, ortsspezifische Installation des in Berlin lebenden Künstlers. Mit ‘Tapetenwechsel’ verwandelt Beutler die historische Industriellenvilla des Museums in eine mehrstöckige Werkstatt, in der Altpapier vor Ort zu neuen skulpturalen Elementen verarbeitet wird. Maschinen, Werkzeuge und Produktionsabläufe bleiben dabei sichtbar – der Herstellungsprozess selbst wird zum zentralen Bestandteil der Ausstellung. Die Besucher*innen bewegen sich durch eine begehbare Struktur, in der sich künstlerische Praxis, Handwerk und industrielle Geschichte des Ruhrgebiets miteinander verbinden. Neben dem Hauptpreis wird auch ein Förderpreis vergeben, der an die Kölner Künstlerin und Kuratorin Lisa Klosterkötter (*1990) geht. Mit ihrem Projekt ‘Ein Dorf’ entwickelt sie ein offenes Ausstellungs- und Veranstaltungsformat, das sich mit Fragen von Gemeinschaft und Zusammenleben auseinandersetzt. Performances, Lesungen und Interventionen im Innen- und Außenraum machen das Museum zum sozialen Treffpunkt. Die feierliche Preisverleihung und Ausstellungseröffnung finden um 12 Uhr statt, gefolgt von einem performativen Programm auf dem Museumsvorplatz um 14 Uhr. Viel Spaß beim Besuch! 😊 Mehr Infos hier:
www.kunstmuseum-gelsenkirchen.deAnish Kapoor (Wilhelm-Lehmbruck-Preisträger der Stadt Duisburg und des Landschaftsverbandes Rheinland)
Info: Anish Kapoor (*1954, Mumbai) zählt zu den visionärsten Künstlern unserer Zeit. Mit dem Wilhelm-Lehmbruck-Preis der Stadt Duisburg und des Landschaftsverbandes Rheinland wird nun sein wegweisendes Lebenswerk gewürdigt, das die Entwicklung der Kunst bis heute prägt. Aus diesem Anlass präsentiert das Lehmbruck Museum die umfangreichste Ausstellung von Kapoors Werken in Deutschland seit über einem Jahrzehnt. Sie zeigt den Künstler und sein Werk in all seinen Facetten: von frühen Pigmentarbeiten über faszinierende Spiegelskulpturen bis hin zu monumentalen Installationen, die Körper, Raum und Bewusstsein miteinander verbinden. (…) Zur Eröffnung sprechen Sören Link (Oberbürgermeister, Stadt Duisburg), Ina Brandes (Videobotschaft der Ministerin für Kultur und Wissenschaft, Land Nordrhein-Westfalen), Anne Henk-Hollstein (Vorsitzende, Landschaftsversammlung Rheinland), Dr. Joachim Bonn (Vorstandsvorsitzender, Sparkasse Duisburg), Dr. Söke Dinkla (Direktorin, Lehmbruck Museum) und Ralph Rugoff (Direktor, Hayward Gallery, London) / Preisverleihung an Sir Anish Kapoor / Es spielt ein Ensemble der Duisburger Philharmoniker / Anmeldung erforderlich bis zum 12. April →

Will Stovall
Info: Will Stovall’s first exhibition in Germany is inspired by one of the Ur-texts of modernity: Luis Vélez de Guevara’s seventeenth-century fiction of a flight over Madrid during which a devil lifts the roofs of houses to expose the private lives of the capital’s residents. Guevara wrote his novel at the same time that Diego Velázquez was painting Las Meninas, and it shares with that other great Spanish work of the age of the Scientific Revolution an interest in the seduction of seeing, the limits of what can be seen, and the devices by which we enhance our field of vision. For centuries to come, the motif of the flying devil lifting the roofs had a profound, if increasingly latent, impact on European and American narratives of social observation. (…) – Text: Martin Wagner

Irene Weingartner
Info: Mit Verschwebungen zeigen wir die dritte Einzelausstellung von Irene Weingartner und führen die kontinuierliche Auseinandersetzung mit ihrem vielschichtigen Werk fort. Weingartner versteht Zeichnung als sensible Form der Welt- und Selbstvermessung. In einer stillen, hochkonzentrierten Praxis wird der eigene Körper zum Resonanzraum, der innere wie äußere Impulse unmittelbar in Linie übersetzt. Aus ihren über Jahre entwickelten seismographischen Aufzeichnungen entstehen fein vernetzte Liniengefüge, die sich verdichten, überlagern und zunehmend in den Raum ausgreifen. Die Ausstellung vereint neue Arbeiten aus verschiedenen Werkserien, die aus diesen Aufzeichnungen hervorgehen und sich gegenseitig bedingen. Ein zentrales Werk ist das wandgreifende Cut-out Modell – 3 Ansichten in Perspektive, das zwischen Zwei- und Dreidimensionalität changiert und je nach Lichteinfall in stetiger Veränderung erscheint. Ergänzt wird die Präsentation durch Spaces – Aquarelle, die Räume verschachteln und kippen – sowie durch kleinere Zeichnungen, die Konstellationen, Felder und Rotationen sichtbar machen. Viele Arbeiten sind schwebend montiert und reagieren sensibel auf Licht und Standpunkt. So entstehen fragile Ordnungen in Bewegung: Verschwebungen.

Hito Steyerl
Info: In der Reihe ZOOM IN rückt das Kunstmuseum Bonn künstlerische Einzelpositionen aus seiner Sammlung in den Fokus. Für die Präsentation bespielen die Künstler*innen jeweils einen kompletten Raum. Hito Steyerl (*1966 München, lebt und arbeitet in Berlin und München) gilt als eine der einflussreichsten zeitgenössischen Künstlerinnen. Ihre aufwändige Rauminstallation Animal Spirits (2022/2025) reflektiert die Verflechtungen von Kapitalismus, Technologie und Mythen. In einer vielschichtigen, filmisch-installativen Erzählung verknüpft Steyerl reale und digitale Welten, ökonomische Theorien und spirituelle Vorstellungen. Der Titel spielt auf den ökonomischen Begriff der animal spirits an, mit dem der britische Ökonom John Maynard Keynes (1883–1946) die unberechenbaren Kräfte menschlicher Emotionen und Instinkte beschrieb, die wirtschaftliche Märkte aus dem Gleichgewicht bringen können. Steyerl überträgt dieses Prinzip auf unsere von künstlicher Intelligenz, Algorithmen und virtuellen Bildern geprägte Gegenwart. (…) Gleichzeitig eröffnet die Ausstellung Aki Inomata. Mit-Werden.

Ragnar Kjartansson
Info: Die diesjährige Kunstausstellung der Ruhrfestspiele zeigt den isländischen Künstler Ragnar Kjartansson. Der 1976 geborene Kjartansson gehört zu den einflussreichsten zeitgenössischen Künstler*innen aus dem nordischen Raum. Er ist weltweit für seine humorvollen wie melancholischen Werke bekannt, die auf einzigartige und unterhaltsame Weise große Themen wie die Zeit, Emotionen oder das Scheitern verhandeln. Die Ausstellung umfasst Videoinstallationen, sowie neue Gemälde und bietet damit einen konzentrierten Überblick zu Kjartanssons Werk, geprägt von drei zentralen, eng miteinander verbundenen Themenfeldern: Musik, Feminismus und Kunstgeschichte.

Elen Braga
Info: Der NAK Neuer Aachener Kunstverein freut sich mit Ich bin wie du die erste institutionelle Einzelausstellung der brasilianischen Künstlerin Elen Braga präsentieren zu dürfen. Als multidisziplinär arbeitende bildende Künstlerin ist Braga in den Bereichen Installation, Skulptur, Performance und öffentlicher Raum tätig. Ihre zumeist großformatigen Installationen sind häufig mit performativen Elementen verbunden, die sich zumeist auf die Verwendung ihres eigenen Bildes beziehen. Dabei stellt sie sich bewusst der Herausforderung, mit neuen Materialien und Techniken zu arbeiten, darunter Textil, Keramik und Metall. In ihrer künstlerischen Praxis setzt sie sich mit Themen wie Kraft, Resilienz und Identität auseinander, oft durch selbst auferlegte Aufgaben und intensive, arbeitsaufwendige Prozesse. Braga greift mythologische Erzählungen auf, um zu untersuchen, wie diese in zeitgenössischen Verhaltensweisen und Überzeugungen fortwirken. (…) Anlässlich der Vernissage wird es zwei musikalische Performances der Künstlerin zusammen mit den beiden Künstlern STIEGLITZ und William Lutgens geben. Das weitere musikalische Rahmenprogramm des Abends bestreitet pilot.radio.fm. / Begrüßung und Einführung durch Johanna Roderburg (Vorstand, NAK) und Maurice Funken (Direktor, NAK).
